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Protokoll 2. Treffen AK Pädagogik 29.11.2011 PDF Drucken E-Mail

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Arbeitskreis Pädagogik -Protokoll des zweiten Treffens im Schuljahr 2011/12 am 29.11.2011

Liste der Klassen

Protokollant der letzten Sitzung, Peter Ranzinger, hat eine Liste erstellt aus der hervorgeht, welche Klassen durch den AK Pädagogik „abgedeckt“ sind. Sie hängt (aktualisiert) diesem Protokoll an. Vier neue AK Mitglieder stellen sich vor.
Rückblick Elternabende bei denen das Thema des ersten AK Pädagogik vom 20.10. eingebracht wurde

Delta Klasse:
Wegen aktueller Vorkommnisse ging es mehr um das Thema Gewalt mit intensiver Diskussion.

Sonnenklasse:
Eine 1 ½ stündige Diskussion zum Thema ging sehr in die Breite und offenbarte weit auseinanderklaffende Meinungen.

Neptun:
Das Protokoll vom 20.10. diente als roter Faden: Fragen wurden in den Raum gestellt. Eine muntere Runde; einige zeigten Interesse am Buch.

Alpha:
Protokoll vom 20.10. diente ebenfalls als roter Faden. Hier allerdings mehr Info als große Diskussion.

Merkur:
Fragen wurden auf große Blätter in die Mitte gelegt. Die Diskussion die folgte ähnelte sehr der Diskussion im letzten AK Pädagogik.  Zur Thematik weibliche Erziehung wurde festgestellt, dass auch in unserer Schule
die Unterstufe überwiegend mit weiblichem Personal besetzt ist, und dass es früher
an der Oberstufe wirklich immer die Doppelbesetzung Mann/Frau gab – was leider
nicht mehr funktioniert.

Sternenklasse:
Impuls: Klappentext des Buches. Die Diskussion ging mehr in die Breite als Tiefe mit vielen Nebenthemen (z.B.
Medien), außerdem wurde über die nicht-koedukative Erziehung diskutiert.

Venus und Omega:
Elternabend vor dem ersten AK Pädagogik.

Fazit der Elternabende:
Für den Anfang gut, aber wie geht es weiter, damit es in den nächsten Elternabenden nicht heißt „jetzt kommen die schon wieder mit ihrem Thema“.  Das bestätigt auch die Wahrnehmung aus der Elternbeiratssitzung vom 9.11. Wolfgang berichtet: Die ElternsprecherInnen haben die Wahrnehmung, dass sich in den Elternabenden beim pädagogischen Thema oft etwas wiederholt. Es wird vereinbart, was ohnehin oft so gehandhabt wird, bzw. gehandhabt werden soll: Der/die Vertreterin des AK Pädagogik setzt sich vor dem Elternabend mit dem/der zweiten Elternsprecher/in zusammen. Die beiden vereinbaren, wie der Abend laufen soll, was eingebracht werden soll.  Idealerweise sollten die Themen im Voraus feststehen, alle vier fürs ganze Jahr.
Das widerspricht zwar etwas unserer Vorstellung, dass sich im AK Pädagogik ein Prozess ereignet, hätte aber den Vorteil, dass wir konsequenter an den Themen arbeiten.  Wolfgang hat einen Leitfaden für vier Elternabende erarbeitet (hängt dem Protokoll
an) an dem wir gut entlang arbeiten können. Wolfgang will damit vor allem verhindern, dass sich das „Vaterlos-Thema“ das ganze
Jahr durchzieht.  Der Leitfaden wird begrüßt, Lothar will ihn auch den Eltern in der Klasse an die Hand geben.

Fazit und Aufgabe für den AK Pädagogik:
- - Alle AK Mitglieder sollten das Buch „brauchen Jungen eine andere Erziehung  ...“ gelesen haben. Auf jeden Fall sollten die Vorträge auf die wir uns (laut Leitfaden) beziehen parat sein.
- - Wir gehen zu den einzelnen Artikeln jeweils ins Detail zum ersten Vortrag  Wir besprechen das 3. Kapitel „Hintergründe“ (ab S. 20) „Anlage oder Umwelt“:  Die Diskussion über die These, dass Mädchen bessere verbale Fähigkeiten hätten, Jungen bessere visuelle und räumliche, beschäftigt sich stark damit, ob dies nicht ein Klischee ist (einige können gerade den umgekehrten Fall bestätigen), bzw. ob dies den Mädchen und Jungen nicht auch so vorgelebt wird. Stichwort Prägung durch die Umwelt.

Unser Fazit:
Kindern sollten alle Erfahrungswelten geboten werden und sie sollten bestärkt werden sich ausprobieren zu können. Die Diskussion über die nächste Kapitelüberschrift „Bedeutung der Geschlechtertrennung“ geht in ähnliche Richtung. Im Vortrag wird zunächst festgestellt, dass sich die Kinder zumindest bis Ende der Grundschulzeit am liebsten in geschlechtshomogenen Gruppen aufhalten. Mädchen bevorzugen das Spielen in der Nähe von Aufsichtspersonen. Jungen entfernen sich und entwickeln eigene Regeln.

Zitat von S. 23, das uns besonders wichtig erscheint:  Wenn es stimmt, dass Jungen und Mädchen in ihren „getrennten Welten“ auf geschlechtstypische und manchmal nachteilige Verhaltensweisen eingeengt werden, wie verschiedene  Forschungsergebnisse nahe legen, dann kann die Tendenz zur Geschlechtertrennung verhindern, dass Kinder ein breites Verhaltensrepertoire entwickeln.  Das diskutieren wir am Beispiel des Strickens: In Waldorfschulen ist es selbstverständlich, dass Jungen und Mädchen stricken. In der Regelschule ist es Pflicht für Jungen und Mädchen. In der Montessorischule Passau gibt es das als Projektangebot mit dem Ergebnis, dass nur Mädchen das Angebot wahrnehmen. Was ist also möglich zwischen Zwang und Freiheit? Wenn man die Kinder frei wählen lässt, zementiert man dann nicht die Rollen oder arbeitet auf späteres Rollenverhalten hin, im Sinne dessen, dass es dann doch wieder die Frauen sind die im Haushalt alles machen?

Unser Fazit: Plädoyer für einen Ausgleich, eine Ergänzung zwischen Freiheit und  geschlechtstypischer Einengung.
Zitat Vortrag: Die Aufgabe besteht also darin, eine Balance zu finden zwischen Freiräumen für Jungen- und Mädchengruppen und einem Bearbeiten der möglichen geschlechtsstereotypen Einengungen die diese Gruppen mit sich bringen.


Das Thema im nächsten Elternabend:

Die Grundfragen:
Was ist anerzogen?
Was ist vorgegeben?
Was ist auferlegt?
sollen an Hand eines Beispiels diskutiert werden: Berichtet werden kann Peter Ranzingers Beispiel: Eine Fahrt zu einer Hütte mit mehreren Familien – die Ankunft läuft stets gleich ab:

- Die Mädchen laufen ins Haus beziehen die Zimmer, richten sich häuslich ein
- Die Jungen erobern das Terrain
Oder auch Beispiele von Klassenausflügen:
- die Mädchen bleiben bei der Truppe (siehe oben: Mädchen bevorzugen das Spielen in der Nähe von Aufsichtspersonen. Jungen entfernen sich und entwickeln eigene Regeln), die Jungen entfernen sich (und müssen oftmals gesucht werden).

Ergebnis sollte sein:
- Situationsbezogen handeln (wenn nötig die Geschlechter mischen oder trennen)
- Andere Angebote machen
- Andere Möglichkeiten schaffen
- Möglichkeiten suchen die verhindern, dass sich Geschlechtertypisches zementiert.

Vorbereiten für unser nächstes Treffen:
Aufsatz von Thomas Jachmann: „Der Umgang mit Aggression und Abgrenzung bei Junden und Mädchen“ und außerdem:
Peter Singer: „Störenfriede im Unterricht – warum Jungen so oft geschimpft werden “.

Nächster Termin:  Donnerstag, 12. Januar 2012  20.00 Uhr
Protokoll
Tanja Kempe

 
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