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| Fahrt in das Konzentrationslager Mauthausen |
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65 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende des Nationalsozialismus besuchten am Mittwoch, dem 21. April 2010, im Rahmen des Geschichtsunterrichts Schüler und Schülerinnen der neunten und zehnten Jahrgangsstufe zusammen mit Roswitha und Burgit das Konzentrationslager Mauthausen.
Die GedenkstätteUm 8:30 fuhren wir nach Linz, in OÖ, dort wurde erst einmal Pause gemacht. Von Linz aus ging es weiter in das KZ Mauthausen. Dort angekommen, besichtigten wir zuerst eine kleine Ausstellung mit Bildern, Zeitungsausschnitten und Filmen über die Gefangenen und die Lagergebäude von Mauthausen. Die Zeit bis zur Führung nutzten wir, um uns das Gelände selbstständig in kleinen Gruppen anzuschauen. Außerhalb des Lagers sind viele Gedenkstätten, die von verschiedenen Staaten – u.a. Polen, Russland, Italien, Tschechien, Holland – errichtet worden sind. Sie mahnen und gedenken der hier ermordeten Menschen aus diesen Ländern. Der LageralltagUm 12:30 traf dann ein junger Geschichtsstudent ein, der uns durch das Konzentrationslager Mauthausen führte. Er zeigte uns die Plätze der SS (Schutzstaffel). Wir erfuhren, wie die Menschen bei ihrer Ankunft im Lager schon gedemütigt, die Schwachen und Kranken sofort getötet wurden und nur die Arbeitsfähigen ins Lager eingewiesen wurden. Es ging es weiter in die Duschräume und zur Gaskammer. Ein Großteil der Häftlinge kam jedoch durch die schwere Arbeit zu Tode. Als nächstes führte uns der Student in die Baracken. Dort erfuhren wir, dass fast alles in Mauthausen, bis auf ein paar kleine Reparaturschäden nach einem Sturm, original erhalten ist Wir bekamen einen Eindruck, wie schrecklich das Leben in diesen unvorstellbar überfüllten Baracken gewesen sein muss. Die "Todesstiege"
Manche stärkten sich noch in der kleinen Cafeteria, bevor der Bus kam und wir in Richtung Heimat aufbrachen. Julia Spagert |




Die Nazis errichteten unzählige Konzentrationslager zur Vernichtung der Oppositionellen, Homosexuellen, sozialen Randgruppen der Gesellschaft, Kriegsgefangenen, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas und – der größten Gruppe: der Juden.
Nach dem Ende der einstündigen Führung besuchten wir die zweite Ausstellung. Von dort aus konnten wir uns alles noch einmal genau anschauen. Der Steinbruch lieferte Steine zum Bauen. Diese 50 kg schweren Steine wurden von den Häftlingen auf dem Rücken die „Todesstiege“ hinauf geschleppt. Einige von uns gingen die Todesstiege hinauf und trugen sich dabei gegenseitig ein Stück hinauf, um zu erfahren, wie schwer es war, so einen großen Stein zu tragen – das war trotz neuer, gerader Stufen sehr anstrengend!