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| Lieblmühle - Erlebnis Natur pur! |
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Die Lieblmühle ist ein Ort und Sägewerk mitten im Wald an dem Fluss Erlau kurz vor Hauzenberg. Familie Kandlbinder lebt dort in dieser Idylle. Ihnen gehört das Sägewerk. Die 3 Kandlbinder-Kinder besuchen schon seit Jahren die Montessori Schule. Familie Kandlbinder stellt das Gelände der Montessori Schule seit Jahren für Projekte und Erlebnistage zur Verfügung. Was erleben und machen die Kinder dort?
Die Kinder bekommen Aufgaben und Projekte mit dem Ziel die Natur zu erfahren und verstehen zu lernen. Sie lernen Pflanzen und Tiere des Waldes kennen. Es werden aber auch Spiele gemacht wie z.B. Schnitzeljagd und es wird geklettert, gelaufen, gesprungen…gelacht. Auf der Feuerstelle wird Suppe gekocht oder es werden Stockbrote und Würstchen gegrillt. Im Winter muss die Feuerstelle zunächst mal von dem vielen Schnee freigeschaufelt werden. Hierbei erfahren die Kinder, dass es nicht immer ganz so einfach ist, ein Feuer bei nassem Wetter hinzubekommen. (Anja Küper) 1997-2002: Familie Kandlbinder errichtet an der Lieblmühle einen Waldkindergarten. Da jedoch hauptsächlich Kinder aus Passau und kaum aus der Hauzenberger Region in dem Waldkindergarten angemeldet waren, konnte die Gemeinde keine Zuschüsse leisten und der Kindergarten musste 2002 geschlossen werden. 2002: Neueröffnung Waldkindergarten in Zieglreuth ab 2006: Aus der Kooperation mit Familie Kandlbinder und dem Montessori-Lehrer Alfred Klein entsteht 2006 das Projekt erlebnispädagogische Naturkunde direkt in der Natur. Einmal wöchentlich fährt Alfred Klein mit seiner Klasse aus der Mittelstufe für den gesamten Schulvormittag dorthin. Mit Unterstützung von Familie Kandlbinder werden zusammen mit den Kindern Holztipis errichtet und ein Steg (wurde leider von der Flut weg gerissen) in die Erlau gebaut. Auch ein Floss-Bau-Projekt hat dort im Rahmen der Projektwoche schon stattgefunden. 14.11.2008: Die Mittelstufe überlässt ihr gebautes Camp der Unterstufe und baut sich ein neues Camp tiefer im Wald beim Steinbruch auf. Am neuen Platz wurde (vor allem durch die tatkräftige Unterstützung eines Vaters) wieder ein noch größeres regendichtes Holztipi errichtet. Inzwischen gibt es auch Hochbeete, im Winter Schneeskulpturen, Eiswände oder Iglus, im Sommer Bademöglichkeiten.
Von März bis Juli fahren die 4 Klassen der Unterstufe regelmäßig zur Lieblmühle, also jede Klasse ca. 6-8x. Das Wetter spielt dabei keine Rolle. Für passende Kleidung muss gesorgt werden. Für die Mittelstufe gibt es 4 Listen: Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Die Kinder können wählen, wo sie sich eintragen möchten. Somit fährt jede „Jahreszeiten-Gruppe“ für ca 2 Monate jeden Freitag zur Lieblmühle.
Leise rieselt der Schnee…Nach einer viertelstündigen Busfahrt steigen 10-18 Kinder und 2-3 Erwachsene beim Sägewerk der Lieblmühle aus dem Bus, wechseln ihr Schuhwerk und versorgen sich an den entsprechenden Stellen mit Holz und Wasser. Sie stapfen in Grüppchen einen Kilometer über den matschigen oder gefrorenen Boden durch den Wald, immer der Erlau entlang – Biberspuren rechts und links, manchmal Morgennebel – bis zu einem Tipi aus Holz, das an eine Felswand geschmiegt im Wald aufragt. Ruhe nach der Hektik in der Stadt. Wenn alle im Kreis sitzen, erster und wichtiger Schritt in den Tag: Asche ausleeren, Holz stapeln, Feuer machen. Beim ersten Aufzüngeln der Flammen kann die Tür geschlossen werden und der Morgenkreis beginnen. Fast immer hungert es die Ersten. Unbelehrbare fragen, ob sie schon grillen dürfen, aber mit etwas Geduld schafft es Alfred die Aufmerksamkeit von allen zu bekommen, um den Tag zu planen: Was ist zu kochen? Was zu entdecken? Was spielen wir gemeinsam und wie gestalten wir die freie Zeit? Heute ist es die Eiskunst an der Felswand, die für Aufregung sorgt. Die einen wollen sie betrachtend genießen, die anderen „gestaltend verändern“. Jede Jahreszeit hat hier draußen ihren eigenen Reiz: Weihnachten werden die Tiere des Waldes gefüttert, im Sommer in der Erlau gebadet. 11:30 Uhr steht für das gemeinsame Mahl an. Mit Glück hat jeder Schale und Löffel dabei. Immer schmeckt es köstlich! Der Holzrauch und die Glutstückchen geben jedem Essen eine besondere Note, die auf dem heimischen Herd niemals nachzuahmen ist. Gerne teilen wir dieses Essen und unsere Erlebnisse an diesem Platz im Wald mit interessierten Eltern, der uns jeden Freitag auf das Wochenende einstimmt. Meldet Euch im Schulbüro oder direkt bei Alfred, wenn Ihr hospitieren möchtet und taucht mit uns ein in die verzauberte Waldlandschaft, in der wir uns Woche für Woche als Gruppe erfahren und erleben. |





