|
„Mama, gehe ich jetzt jeden Tag in die Schule?“, fragte eine Erstklässlerin ganz aufgeregt an ihrem ersten Schultag ihre Mutter – und verlieh damit sicher der Aufregung und Neugier Ausdruck, die sich in vielen Gesichtern widerspiegelte. 23 Schulanfänger und ihre Familien hatten sich am 15. September in der Aula der Schule eingefunden und harrten gespannt der Dinge, die da kommen sollten.
Herzlich willkommen!
Schulleiterin Annemone Helmö sprach ein paar kurze Worte zur Begrüßung und hieß Kinder, Eltern, Großeltern und alle anderen Gäste herzlich willkommen. Den Kindern wünschte sie viel Freude und einen guten Start in die Schulgemeinschaft. Dann übergab Annemone das Wort an die Vertreter der Elternschaft, die sich wieder etwas ganz Besonderes hatten einfallen lassen, um die Erstklässler zu begrüßen: Das Yetu, die Freundin des Yeti, erschien und erzählte den Kindern von seiner Welt. Weiter ging es mit einer wunderbar umgedichteten Version des „Paulchen-Panther“-Liedes „Wer hat an der Uhr gedreht?“, denn – ja, ihr Leut’ -, „es beginnt die Schule heut’!“:
„Kinder, Kinder, ihr könnt lachen, denn jetzt kommen neue Sachen: rechnen, schreiben, lesen, malen und jonglieren mit den Zahlen! Freiarbeit und Morgenkreis, darauf sind wir alle heiß! Sonne, Erde, Mond und Sterne, dahin gehen wir jetzt gern!“
Damit waren natürlich die vier Klassen der Unterstufe gemeint, auf die alle Erstklässer anschließend verteilt wurden. Jedes Kind hatte zu Beginn ein Schild umgehängt bekommen – eine Sonne für die Sonnenklasse, einen Mond für die Mondklasse, einen Stern für die Sternenklasse und den Erdkreis für die Erdenklasse. Nun wurden die Kinder nach ihrer Klassenzugehörigkeit aufgerufen und folgten ihren Lehrern durch das vom Elternbeirat hoch gehaltene Tor des Universums, das symbolisieren sollte, das die Kinder nun im wahrsten Sinne des Wortes in ein neues „Universum“ eintreten – den Schulkosmos. Christine führte ihre Kinder „der Sonne entgegen“. Als „Mann im Mond“ holte sich Gerald seine Mondkinder ab. Die „Sternchen sehen“ können die Sternenkinder in Zukunft mit Lisa. Auf der „alten Mutter Erde“ durften Tanjas Erdenkinder bleiben. Die Eltern ließen es sich natürlich nicht nehmen, diesen aufregenden Augenblick im Leben ihrer Kinder im Foto festzuhalten.
Die Paten
In den Klassenzimmern angekommen, wurden unsere Jüngsten von ihren Paten bzw. Patinnen begrüßt. Jeder Schulanfänger an der Montessori-Schule erhält ein oder sogar zwei Paten, die ihm oder ihr hilfreich zur Seite stehen. So sah man ein Weilchen später die ersten zaghaft geführt von ihren Paten das Schulgebäude erkunden: Wo sind die Toiletten? Wie komme ich zum Pausenhof und wieder zurück in meine Klasse? Auch für andere Fragen sind die Paten die ersten Ansprechpartner ihrer Schützlinge und geben wichtige Tipps für den Schulalltag. Natürlich blieb auch genügend Zeit, um endlich den Inhalt der Schultüten zu begutachten. Auch für die Paten gab es Willkommensgeschenke.
Gebührend gefeiert
Eltern, Großeltern und alle weiteren Gäste hatten es sich inzwischen bei Kaffee und Kuchen – kredenzt vom Arbeitskreis „Feste“ – gemütlich gemacht und waren untereinander ins Gespräch gekommen. Vorsichtig wurde auch die nähere Umgebung erkundet und ein erster Rundgang über den Pausenhof absolviert. So gestärkt konnten alle wieder ihre Schulkinder in Empfang nehmen, die noch einen letzten Termin zu absolvieren hatten: Auf dem großen Pausenhof wartete bereits der Fotograf der PNP, um alle Schulanfänger gemeinsam als eine erste Klasse für die alljährliche Sonderveröffentlichung der PNP „Mein erster Schultag“ abzulichten. Damit neigte sich der erste Schultag dem Ende zu, der in familiärer Runde gebührend ausklang. |