16 Absolventen der Montessori-Schule präsentieren ihre WerkeModellboot, Küchenzeile, Katzenbaum, Bildband mit Aquarellen – Beeindruckende Werke präsentierten die Absolventen der Montessori-Hauptschule im Rahmen ihrer Großen Praktischen Arbeit (GPA) auf einer Feier in der Schulaula vor Eltern, Schülern, Lehrern sowie Vertretern von Schulamt, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Alle Schüler erhielten ihre Abschlußdiplome...
Die GPA sei Höhepunkt im Schülerleben, betonte Schulleiterin Annemone Helmö vor zahlreichen Zuhörern, darunter dritter Bürgermeister Anton Jungwirth, Ludwig Kapsreiter von der Agentur für Arbeit und zahlreiche Mentoren. Dieser interne Montessori-Abschluss setzt sich aus einem Werkstück, einer schriftlichen Arbeit über Theorie und Fertigung sowie der öffentlichen Darstellung zusammen. Das Durchhalten der Absolventen habe sich gelohnt, sagte die Rektorin. Es seien „wunderbare Werkstücke“ entstanden.
Die Feier sei ein guter Moment, um Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern ein großes Dankeschön zu sagen, fand Hans Fischer vom Montessori-Vorstand. Die GPA sei schon Tradition an der Schule. Diese habe sich gefestigt. Es gebe viel Freiheit an der Schule. Diese sei ein Geschenk für Schüler, Lehrer und Eltern. Er bezeichnete die „selbstverantwortliche Entscheidung“ als Kostbarkeit.
Schülersprecher Philipp Zink nannte die GPA das Gesellenstück der Montessorischüler. Dabei werde viel verlangt. Die Schüler könnten nicht immer alles geben. Dennoch steckten Mühe und Schweiß in den Projekten.
„Ich bin beeindruckt von den Arbeiten“, betonte Schulamtsleiter Horst Fiegl. Er beglückwünschte die jungen Leute zu ihren Werken, in denen sie den Gestaltungsprozess dokumentierten und das Ergebnis einer breiten Öffentlichkeit präsentierten. Dies habe sie gefordert und gefördert. Sie seien nun ein Stück erfahrener und erwachsener geworden. Fiegl würdigte den Einsatz der Schüler und Lehrer.
Anschließend stellten die Schüler ihre Arbeiten in einer Power-Point-Präsentation vor. Sie gaben Einblick in deren Entstehung, schilderten Probleme und Erkenntnisse. Zu den herausragendsten Projekten zählten das von Martin Friedl originalgetreu nachempfundene Motorboot, der von Aaron Fischer unter dem Thema „Ton finden, formen, brennen“ gebaute Ofen zum Tonbrennen oder die in einem Bildband zusammen gestellten Aquarelle von Jessica Winkelmann, gemalt nach Gedichten bekannter Meister sowie das Modellsegelboot im Glaskasten von Julian Schätz.
Nicht minder gelungen waren die Küchenzeile von Thomas Passini, das Buch mit Kurzgeschichten von Lucia Volino und die Prozellanpuppen in Babygröße von Martina Bergen. Claudia Hoffmann gelang ein Katzenkratzbaum und Angelina Neudorfer gestaltete einen dreiteiligen Hochzeitsblumenschmuck.
Die Schüler hatten sich für ihre Themen vielerlei Fertigkeiten angeeignet. Oliver Huppenberger schmiedete ein Schwert. Ramona Scholz baute ein Nähkästchen. Franziska Seibold kreierte ein Trägerkleid mit Perlenstickerei. Olivia Bühlmann zauberte den Eiffelturm bei Tag und Nacht in die Montessorischule. Ricarda Berg nähte „Gothic-Kleidung“ aus alten Stoffen. David Semmler ließ sich von den alten Ägyptern faszinieren und entwickelte ein Brettspiel über „das Geheimnis des Tempels“. Moriz Datzmann befasste sich mit Insekten und entwarf darüber ein Kartenspiel.
Albert Dambeck und die Schülerband umrahmten die GPA-Präsentation musikalisch. Daniel Pilger, Matthias Wagner und Max Wiederer zeigten einen Filmbeitrag über die Entstehung der Arbeiten. Für Bild- und Tontechnik zeichnete auch Simon Teml verantwortlich.
Die Arbeiten sind vom 2. bis 16. Februar 2006 in den Räumen der Sparkasse in der Fußgängerzone zu sehen. Die Vernissage findet am 7. Februar statt.
Theresia Wildfeuer
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