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Rückblick auf die "Allerheiligen"-Fahrt auf die Insel Premuda PDF Drucken E-Mail

Die nun inzwischen fast vier Wochen zurückliegende „Allerheiligenfahrt 2009“ war in diesem Jahr – trotz einiger Wetterkapriolen – sozusagen eine Grundstein legende Fahrt für das Lehrgrundstück der Montessori-Schulen Eggenfelden und Passau, das ja seit einiger Zeit angepachtet ist und auf dem nun sukzessive eine so genannte „Permakultur“ angelegt werden soll.

 

Summa summarum machten sich am Abend des Allerheiligentages 24 Erwachsene und Schüler auf die lange Reise nach Zadar, dem Ausgangshafen für die Überfahrt mit dem Katamaran auf die Insel Premuda. Im Laufe des späten Vormittages des 2. November trafen nach und nach alle PKW und Kombis auf der Halbinsel ein und nachdem das Gepäck entladen, die Autos für die einwöchige Pause eingeparkt waren, ging es um 13:00 Uhr los.

 

Nach ca. 1 ½stündiger Überfahrt kam die fröhliche Gesellschaft auf der Insel an, quartierte sich in die vorbereiteten Unterkünfte ein und machte sich über das dampfende Mittagsessen von Rosanda und Dinko her. Es schmeckte allen gut, und es wurde ein kurzer Abend, weil aufgrund der langen Anreise und der ungemütlichen Wetterlage die sonst üblichen langen „Sitzungen“ gerne gegen das warme Federbett eingetauscht wurden.

 

Am Folgetag war für die Neuen die kleine Insel schnell erkundet und die ersten Überlegungen wurden angestellt, in welcher Abfolge man sich den Themen „Trockenmauer und erste Anpflanzungen auf dem Schulgrundstück“ widmen wollte. Mit Brecheisen, Schubkarren, Handschuhen und allen weiteren Notwendigen ausgerüstet, machte man sich auf den Weg. Väter, Söhne, Frauen, Lehrerkollegen etc. hatten nur eines im Auge: In diesem Jahr sollte auf dem Lehrgrundstück etwas Sichtbares entstehen und es entstand …..

 

Gemeinsam wurde die erste Mauer des Grundstücks abgetragen und unter fachkundiger Anleitung die ersten 10 bis 15 m Trockenmauer auf eine Höhe von ca. 1,80 m und eine Breite von ca. 0,60 m wieder aufgebaut. Da war mancher Stein notwendig und er wurde so manches Mal hochgeworfen und wieder aufgefangen und fand dann doch endlich seinen endgültigen Platz, um nun für viele Jahrzehnte Schutz vor Festlandswinden zu bieten, damit die ebenfalls ersten Anpflanzungen sich im Schutze der Mauer entwickeln können und einmal Pate stehen werden für eine Permakultur der Montessori-Schulen Eggenfelden, Passau und vielleicht weiterer Schulen.

 

Feigen sind da gesetzt worden, Aloe, Maulbeerbaum, Lorbeer und andere typische mediterrane Gewächse versuchen nun im Schutze unserer Mauer sich zu entwickeln. Schulklassen oder Projektgruppen unserer Schulen werden noch Hand anlegen müssen, um diesen Pflanzungen in der Trockenzeit das Überleben zu sichern.

 

Das Wetter war nicht immer mit der Gruppe, aber es gibt ja angeblich nur schlechte Kleidung und kein schlechtes Wetter und so wurde stets ein Ausweg gefunden, um dem Wetter ein Schnippchen zu schlagen.

 

Das Schulboot wurde genutzt, auch wenn es nicht immer ganz leicht war, es wurde aufgrund des Ablebens unseres Geni Bujacic ein neuer Aufpasser für unser Schulboot gefunden. Alle sind sich ganz sicher, dass es Joakim ebenfalls gut machen wird und in die gleichen Fußstapfen wie Geni gehen wird.

 

Ja, Premuda bietet auch im November und bei stürmischem und regnerischem Wetter Bademöglichkeiten. Mit eigenen Augen haben Teilnehmer der Fahrt andere Teilnehmer in der von Schülern gesäuberten Badebucht baden sehen in kristallklarem Wasser, das immerhin noch ca. 20 Grad Celsius aufweisen konnte.

 

Die Küche mit Grill und guter Hausmannskost (Haifischsteak, gefüllte Paprika, Gulasch, Spaghetti und was die kroatische Küche zu bieten hat) machte immer wieder gute Stimmung und am heimeligen Kachelofen in unmittelbarer Nachbarschaft wurde manche neue Idee geboren und manche alte Idee weiterdiskutiert. Nach einer knappen Woche waren sich jedenfalls alle Teilnehmer am Samstagmorgen um 5:45 Uhr beim Warten auf den Katamaran einig: „Wir machen weiter und den vielen Fahrten werden noch viele folgen; die Mauer und die Pflanzungen müssen wachsen!“ Unmittelbar nach Rückkehr der Gruppe aus Premuda kam es augenblicklich zu einigen Anträgen auf Aufnahme in den Förderverein Inselschule Premuda e.V. und so kann der Verein momentan auf die staatliche Zahl von 80 Mitgliedern verweisen.

 

Wilfried Hoppe

Schriftführer Förderverein Inselschule Premuda e.V.

 
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