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| Erdkinderhof |
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Dieser „Pioniergruppe“ steht ein seit 10 Jahren leerstehender Bauernhof in der Nähe der Schule zur Verfügung, der sich auf Grund seiner baulichen und landschaftlichen Gegebenheiten ideal zur Verwirklichung der Gedanken des Erdkinderplanes nutzen lässt. Der Erdkinderhof soll eine Stätte des sozialen, ökologischen und ökonomischen Lebens und Lernens sein. Die Hauptaufgabe der Gruppe besteht momentan darin, die Frage zu beantworten „Was muss ich alles schaffen, damit in einem absehbaren Zeitraum eine Gruppe von Jugendlichen auf dem Hof leben und arbeiten kann?“, also die vorbereitete Umgebung zu schaffen. Einen ganzen Tag in der Woche befindet sich die Gruppe auf dem Hof, notwendige Arbeiten werden erörtert, abgestimmt und koordiniert, Werkzeug und Material beschafft, wenn nötig auch Fachleute herangezogen. Die Gruppe hat sich aus freiwilligen Schülern der 7. und 8. Jahrgangsstufe gebildet, die sich für diesen außerschulischen Lernort beworben haben und diesen für jeweils ein halbes Jahr betreuen werden. Der von ihnen erarbeitete und momentan gültige Arbeitsplan beinhaltet die Aufgabe, vorrangig an der Wasser- und Stromversorgung und der Schaffung eines Aufenthaltsraumes zu arbeiten. Parallel dazu soll auch schon mit dem Anlegen eines Obst- und Gemüsegartens begonnen werden, wenn möglich nach den Grundsätzen der Permakultur. Damit die Gruppe effizienter arbeiten kann, ist es geplant, dass die Schüler sich bald auch für längere Zeiträume auf dem Hof aufhalten können. Dazu müssen allerdings erst Schlafmöglichkeiten auf dem Hof geschaffen werden, um das Pendeln zwischen Hof und Schule zu reduzieren. Der Hof bietet alle Möglichkeiten zur Urproduktion sowie deren Verarbeitung und Vermarktung. Die Einrichtung von Werkstätten ist durch das große Platzangebot gesichert, so dass manches Notwendige für den Hof selbst gefertigt werden kann. Neben unserer Mitarbeit im Projekt „Inselschule Premuda“ in Kroatien, initiiert von der Montessori-Schule Eggenfelden, ist dies ein zusätzliches Angebot, die Grundsätze Maria Montessoris in Bezug auf Selbsttätigkeit, Selbstständigkeit, Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung auf neuen Wegen zu realisieren. Als oberster Grundsatz des Projekts gilt: „Es ist unmöglich, a priori ein detailliertes Studien- und Arbeitsprogramm festzulegen. Wir können hier lediglich einen allgemeinen Rahmenplan aufstellen. Das Programm muss sich ganz natürlich aufbauen, durch die Erfahrung begründen.“ ( Maria Montessori zur Kosmischen Erziehung) |




An der Montessori-Schule Passau gibt es seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 eine Gruppe von Jugendlichen, die sich auf den Weg zur Verwirklichung des Erdkinderplanes nach Maria Montessori gemacht hat.