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Arbeitseinsatz auf der Inselschule Premuda PDF Drucken E-Mail

Inselpraktikum 2011„Es ist so heiß, wir können gar nicht die Terrasse richtig nutzen, die Sonne brennt so erbarmungslos auf uns“, diese und ähnliche Sätze hörte man immer wieder von Gruppen, die die Inselschule auf Premuda besuchten.

Es musste dringend Abhilfe geschaffen werden und so machte sich eine Woche vor den Osterferien eine Gruppe von Schülern der Montessorischulen Eggenfelden und Passau in Begleitung von Ivanka Hoppe und Bernhard Fechter aus Eggenfelden und Johannes Brandstätter aus Passau auf den Weg, um diesem Zustand ein Ende zu bereiten und um eine Pergola zu bauen.


Inselpraktikum 2011Das Material dafür war schon auf der Insel und wir hatten daher eine gemütliche Nachtfahrt nach Zadar, da wir ohne Anhänger fahren konnten. Nach unserer Ankunft  am Morgen gab es erst mal ein  ausgiebiges Frühstück, dem ein sehr interessanter Stadtbummel folgte, da Zadar eine uralte Stadt ist und es einiges zu besichtigen gab. Nach dem Stadtbummel sind wir zum Hafen, um den Bus auszuladen und unser Gepäck und restliches Material und Werkzeug auf das Schnellboot zu verfrachten. Leider war die Überfahrt sehr ruhig und so wurden manche mutigen Seefahrer enttäuscht. Auf der Insel angekommen, bezogen wir gleich Quartier in der „Inselschule“ und machten uns mit den Gegebenheiten vertraut.

Wir hatten nur ein paar Tage zur Verfügung und erstellten uns daher einen Zeitplan, denn unser Projekt sollte ja fertig werden und ein bisschen Inselleben wollten wir schon auch genießen. Die wichtigsten Tätigkeiten des Tages durften wir natürlich nicht vernachlässigen, also brauchten wir noch einen Küchendienstplan fürs Frühstück und Mittagessen, abends waren wir ja beim Dinko beim Essen.

Das Organisatorische war geregelt, und wir konnten uns voll in die Arbeit stürzen. Ja, wir haben uns wirklich gestürzt, und bevor wir gefallen sind, stand unser wunderbares und von den Insulanern bestauntes Bauwerk. Dazwischen lag aber eine Menge Schufterei. Baustelle herrichten, Balken schleppen, Balken hauen, Löcher graben, Beton mischen auf afrikanische Art, Dachziegel schleppen, Dach eindecken, Baustelle sauber machen, und, und, und. Es hängt doch einiges an Arbeit an so einem Vorhaben, wer hätte das gedacht.

Wir können nun aber stolz auf uns sein, sind wir doch in dieser Woche dank fachkundiger Anleitung von Bernhard, Ivanka und Johannes und machen Fehlern fast perfekte Zimmerer, Maurer, Lochgraber, Betonierer, Dachdecker, Köche, Aufräumer und Freizeitspezialisten geworden.Inselpraktikum 2011

Nur, mit den Freizeitspezialisten ist es so eine Sache, da bräuchte man vielleicht noch eine Wiederholung zum Vertiefen, denn auf der Insel gibt es ganz tolle Sachen zu entdecken und erforschen, angefangen von wohlschmeckenden unbekannten Fischen aus dem Meer, einen kleinen, dafür umso interessanteren Autofriedhof und kroatischen Leckereien bis zu ominösen Schriftzeichen in einem Bunker direkt am Meer, wo wir seltsame Schriftzüge entdeckten, die uns an manche Mitschüler erinnerten. Genau, Mitschüler, oder besser Mitfahrer, wir kannten uns ja nicht, wir Schüler aus Passau und aus Eggenfelden, aber wir fanden schnell zueinander und es war doch eine tolle Woche, die fast nach einer Wiederholung verlangt.

Geschrieben nach den Eindrücken von den Schülern Kevin, Tassilo und Rafael aus Passau und Simon, Sebastian und Maximilian aus Eggenfelden.

Johannes Brandstätter

 
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