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| Montessori Pädagogik - Freiheit für kindgerechtes Lernen |
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Hilf mir, es selbst zu tunDieser Leitsatz der Montessori Pädagogik drückt sich auch in der Freiheit der Montessori Kinder aus, sich ihren Schulweg selbst zu wählen. Ob Hauptschulabschluss, mittlerer Bildungsabschluss, Fachabitur oder Abitur. Alle Wege sind offen. Egal, wann und wofür sich ein Kind entscheidet. Es entscheidet selbst. Wir Montessori Eltern können und sollen diese Freiheit für unsere Kinder mitgestalten und bewahren. Gerade diese Freiheit ermöglicht uns, mit unseren Liebsten eine entspannte Schulzeit. So dürfen wir beobachten und genießen, wie unsere Söhne und Töchter ihre eigenen Begabungen entwickeln. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Energie Kinder die Ziele verfolgen, die sie sich selbst gesteckt haben. Diese Ziele erreichen sie auch. Kinder scheitern nur dann, wenn wir Eltern für sie die Ziele festlegen. Das eine Schulkind ist vielleicht lange verspielt und scheint so gar nicht den Ernst des Lebens begreifen zu wollen. Andere hingegen fangen sehr früh an, ganz fleißig und wissbegierig zu lernen. Doch lassen wir uns vom Schein nicht täuschen. Das erstgenannte Kind lernt womöglich genauso schnell und genauso viel. Nur es zeigt das Erlernte vielleicht nicht laufend, weil es andere Interessen hat. Ein Beispiel dafür ist unser David. Er wirkt mit seinen acht Jahren noch sehr verspielt. Doch er überrascht uns immer wieder aufs Neue und versetzt uns ins Staunen. In scheinbar belanglosen Alltags-Situationen fällt uns auf, wie er plötzlich Kenntnisse und Fähigkeiten anwendet, die wir in ihm nicht vermutet haben. Auffallend ist auch die Sicherheit, die er dabei an den Tag legt. Egal, ob es sich dabei um Fingerfertigkeiten oder auch um abstraktes Wissen handelt. Wenn wir nachfragen, wie er denn auf die jeweilige Lösung gekommen sei, dann versteht er das auch zu erläutern. Dabei erklärt und begründet er. Damit demonstriert er uns, dass er Zusammenhänge begriffen hat und umsetzen kann. Also nicht bloß gelernt, sondern auch verinnerlicht hat. Nach der Schule berichtet David nur sehr spärlich über seine Schultage. Viel lieber geht er dann nach draußen oder auch in sein Zimmer zum Spielen. Dadurch hatten wir anfangs immer die Befürchtung, dass er zu wenig lernen würde. Weil David an der Montessori Schule Quereinsteiger war und sich erst einmal eingewöhnen sollte, haben meine Frau und ich dennoch beschlossen, nicht einzugreifen. Wir ließen ihm seinen Freiraum. Er sollte sich erst einmal zurecht finden. Der Alltag zeigt uns immer wieder, wie unbegründet und überflüssig alle unsere Befürchtungen und Vorurteile waren. Im Gegenteil, David entwickelt sich auf diese zwanglose Art wesentlich sicherer und fundierter, als wir das bei unseren beiden älteren Kindern an der Regelschule beobachtet haben. Heute sind wir sicher. David wird mit den Möglichkeiten an der Montessori Schule seinen Weg finden. Und er wird diesen Weg erfolgreich beschreiten. Als Eltern haben wir hier viele Möglichkeiten den 'entsprechenden Rahmen' an der Schule aktiv mitzugestalten. So bleibt viel Spielraum, die Schulzeit mit David, entspannt zu verleben. Anders an der RegelschuleDort werden die Kinder bereits im vierten Schuljahr zu folgenschweren Entscheidungen gedrängt. Einerseits sollen sich die völlig unerfahreren Kinder dazu entscheiden, welche Schullaufbahn sie einschlagen wollen. Andererseits werden sie seitens der Institution Schule, von den meisten Lehrkräften in einen immensen und menschlich nicht mehr vertretbaren Leistungsdruck versetzt. An den Regelschulen werden die ersten drei Schuljahre regelrecht verschlafen. Dort versteht man es nicht, die natürliche Wissbegier der Kinder richtig zu nutzen. Dann im vierten Schuljahr soll zum Einen noch fehlender Stoff vermittelt werden, der für den Anschluss an die weiterführenden Schulen gefordert wird. Zum Anderen scheint man die Kinder zu größeren Leistungen anregen zu wollen, in dem man enormen Prüfungsdruck produziert. Da bleibt so mancher auf der Strecke. Sehen Sie selbst dazu die Dokumentation vom ZDF aus der Sendereihe 37 GRAD Das Jahr der Entscheidung - wenn Kinder Ihr Bestes geben
Länge: 44 Min
37 Grad begleitet vier Kinder ein Jahr lang und beobachtet, welchen Stress, welche Ängste und Sorgen sie in der vierten Klasse haben, bevor sie den unterschiedlichen Schulsystemen zugeteilt werden. Lesen Sie dazu auch den Beitrag: Ist unser Schulsystem noch in Ordnung?
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