Ein Abend voller Kreativität, Eigeninitiative und Stolz

Die 9. Klasse präsentiert ihre Großen Praktischen Arbeiten

Ein bemaltes Skateboard, ein selbst gebauter Pokertisch, ein programmiertes Computerspiel oder eine Lampe im Feenwald-Look – die Vielfalt der diesjährigen Großen Praktischen Arbeiten an der Montessori-Schule Passau war beeindruckend! Am Freitagabend präsentierten unsere Neuntklässlerinnen und Neuntklässler ihre selbst geplanten und gefertigten Werkstücke vor einem großen Publikum. Für die Jugendlichen war es ein ganz besonderer Abend, an dem sie zeigen konnten, was sie in den vergangenen Monaten mit viel Engagement, Ausdauer und eigenen Ideen auf die Beine gestellt hatten.

Mit der Präsentation ihrer Großen Praktischen Arbeiten (GPA) haben sie zugleich einen wichtigen Meilenstein ihrer Schulzeit erreicht: den Montessori-Schulabschluss. Auf ihre Leistungen können sie wirklich stolz sein!

Hinter jeder Großen Praktischen Arbeit steckt viel mehr als das fertige Werkstück. Am Anfang steht eine eigene Idee, aus der Schritt für Schritt ein ganz persönliches Projekt wird. Mit Unterstützung einer Mentorin oder eines Mentors planen die Jugendlichen ihre Arbeit, setzen sich mit den notwendigen Materialien und Techniken auseinander und machen sich an die Umsetzung. Dabei läuft natürlich nicht immer alles sofort nach Plan – auch Herausforderungen gehören dazu. Gerade daran wachsen die Jugendlichen und lernen, eigene Lösungen zu finden und dranzubleiben.

Zusätzlich dokumentieren sie ihren Arbeitsprozess in einem Portfolio und beschäftigen sich mit den theoretischen Hintergründen ihres Projekts. Im Kolloquium stellen sie ihr Wissen unter Beweis und blicken auf ihren persönlichen Lernweg zurück.

Die GPA zeigt damit auf besondere Weise, was Montessori-Lernen ausmacht: eigene Interessen entdecken, selbstständig arbeiten, Verantwortung übernehmen und durch praktische Erfahrungen Neues lernen.

Den Auftakt des Abends bildete die Ausstellung der Werkstücke. Die Gäste konnten die Arbeiten aus nächster Nähe bestaunen, Fragen stellen und sich von den Jugendlichen erklären lassen, wie ihre Projekte entstanden waren. Dabei wurde schnell deutlich, wie viel Herzblut in jedem einzelnen Werkstück steckt. Ob handwerklich anspruchsvoll, technisch ausgeklügelt oder kreativ gestaltet – jede Arbeit erzählte ihre eigene Geschichte.

Anschließend begrüßte Jochen Haas, Klassenleiter der 9. Klasse, die Gäste in der Aula. In seiner Ansprache wurde deutlich, wie viel Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen die Jugendlichen in ihre Projekte investiert haben. Die Freude über das Erreichte und der Stolz auf die Schülerinnen und Schüler waren dabei deutlich spürbar.

Auch Klaus Sterner, fachlicher Leiter der Staatlichen Schulämter Passau, würdigte die Leistungen der Jugendlichen. Er hob besonders hervor, dass sie bei der Großen Praktischen Arbeit ihren persönlichen Interessen folgen, eigene Ideen entwickeln und ihre Projekte weitgehend selbstständig verwirklichen können.

Andreas Dittlmann, zweiter Bürgermeister der Stadt Passau, war zum ersten Mal bei der GPA-Präsentation unserer Schule zu Gast. Er zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Kreativität der ausgestellten Arbeiten. Mit Blick auf das, was die Jugendlichen während ihrer GPA gelernt und geleistet haben, fand er treffende Worte: „Wer eine GPA geleistet hat, dem braucht nicht angst und bange vor der großen weiten Welt sein.“

Frau Hutterer von der Agentur für Arbeit, die unsere Schülerinnen und Schüler seit vielen Jahren bei der Berufsorientierung begleitet, gratulierte ebenfalls herzlich zu den gelungenen Projekten und den tollen Ergebnissen.

Natürlich durften auch unsere Schülersprecher nicht fehlen: Johanna Stöcklmayer und Hannes Pilstl begrüßten die zahlreichen Gäste und trugen zur festlichen Atmosphäre bei.

Für beste Unterhaltung sorgten Leo Forte und Elias Frank, die selbst zu den GPA-Schülern gehören und durch das Programm führten. Mit viel Witz und Charme begleiteten sie das Publikum durch den Abend und sorgten zwischen den einzelnen Beiträgen für so manchen heiteren Moment.

Wie unterschiedlich Interessen, Talente und Ideen sein können, zeigten die 20 Projekte unserer diesjährigen Abschlussklasse. Von handwerklichen und technischen Arbeiten über Kunst und Design bis hin zu digitalen Projekten war alles dabei.

  • Flora Blockus: Bemaltes Skateboard
  • Emilia Ciobotaru: Selbstgemaltes Bild zu einer selbstgeschriebenen Geschichte
  • Ben Feichtmeier: Bau eines Fahrrades
  • Leo Forte: Lego-Dorf „Watashi no regio-mura“
  • Elias Frank: Fußballzielwand mit Anleitung
  • Leni Gegenwarth: Selbstgestalteter Hocker
  • Jakob Heigl: Pokertisch
  • Vincent Hofbauer: Programmieren eines Computerspiels
  • Leon Höllinger: Infinity-Cube-Tisch
  • Arjuna Horn: Landschaftsfilm
  • Mariella Hrdlicka: Gehäkeltes Bandeau-Top
  • Jonas Krenn: Hexagon-Regal
  • Quirin Lippert: Schreibtisch aus Eichenholz
  • Jonathan Niederl: Epoxidharztisch
  • Timon Ott: Restauration eines Motorrollers
  • Milana Reich: Fiktive Lipgloss-Marke
  • Anastasija Saile: Lampe mit Feenwald-Ästhetik
  • Valentina Sidorkin: Landschaftsfotografie-Buch
  • Konstantin Wernicke: Modelle von Lebensmitteln
  • Niklas Zellner: Upgrade eines Hochbettes

Hinter jedem dieser Projekte stehen viele Stunden Arbeit, neue Erfahrungen, kreative Entscheidungen und so manche Herausforderung. Umso schöner war es, die fertigen Ergebnisse gemeinsam zu bestaunen und die Jugendlichen für ihre Leistungen zu feiern.

Mit großem Applaus und vielen stolzen Gesichtern ging der offizielle Teil des Abends zu Ende. Die Präsentation hat einmal mehr gezeigt, wie viel in unseren Schülerinnen und Schülern steckt, wenn sie ihren eigenen Ideen nachgehen dürfen und die Möglichkeit bekommen, selbstständig etwas zu gestalten und zu schaffen.

Der Montessori-Schulabschluss ist deshalb weit mehr als eine Prüfung. Er steht für persönliche Entwicklung, gewachsenes Selbstvertrauen und die Erfahrung, ein großes Vorhaben aus eigener Kraft verwirklichen zu können. Genau diese Erfahrungen nehmen unsere Jugendlichen mit auf ihren weiteren Weg.

Bei einem liebevoll vorbereiteten und reichhaltigen Buffet des AK Feste ließen wir den gelungenen Abend anschließend in gemütlicher Runde ausklingen.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Schülerinnen und Schüler für ihre tollen Arbeiten, an alle Mentorinnen und Mentoren sowie an alle helfenden Hände, die die Jugendlichen auf ihrem Weg begleitet und diesen besonderen Abend möglich gemacht haben. Ein großes Dankeschön gilt auch allen Gästen, die mit ihrem Interesse, ihrem Applaus und ihrer Wertschätzung dazu beigetragen haben, dass dieser Abend für unsere Neuntklässlerinnen und Neuntklässler in schöner Erinnerung bleiben wird.

Wir gratulieren unserer 9. Klasse ganz herzlich zum Montessori-Schulabschluss und wünschen allen Jugendlichen für ihren weiteren Weg zu den staatlichen Schulabschlüssen viel Freude, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten!